In seinem neuen Programm wendet sich der junge Pianist Mark Taratushkin dem Schaffen zweier Komponisten zu, deren Werke sich als Musik der Romantik und Neoromantik charakterisieren lassen. Beide Komponisten widmeten sich dem Thema des Persönlichen und Individuellen in der Musik und zeigten auf neue Art die Ausdrucksstärke des Klaviers als Instrument auf. Rachmaninows Musik war stark vom Werk Chopins beeinflusst. In diesem Zusammenhang ist insbesondere die Gegenüberstellung der Nocturnes der beiden Komponisten von Interesse. Mark Taratushkin eröffnet das Konzertprogramm mit einem kurzen Überblick über Stil und Werk der Komponisten. Dadurch kann sich das Publikum unmittelbar mit den Besonderheiten der künstlerischen Interpretation vertraut machen und sich einen eigenen Eindruck von der Musik verschaffen.

Mark Taratushkin, der einerseits eine berühmte russische Klavierschule vertritt, die für besonders ausgeprägte Freiheit und Emotionalität im Spiel steht, hat zugleich die Berliner Universität der Künste absolviert. Sein Spiel stellt eine Symbiose dieser beiden Traditionen dar und vereinigt lebhafte Emotionen und Gefühle mit einer hochintellektuell-analytischen, beinahe architektonischen Herangehensweise und einem außergewöhnlichen Gefühl für Stil und Form, die dem deutschen Klavierspiel traditionell zu eigen ist.


Programm

F. Chopin

Ballade No. 1 in G-Moll, Op. 23

F. Chopin

Nocturne in G Dur, Op.37 No.2

F. Chopin

Nocturne in G-Moll, Op.15 No.3

F. Chopin

Nocturne in C-Moll, Op. 48, No. 1

S. Rachmaninoff

Nocturne No. 2 in F Dur

S. Rachmaninoff

Etudes-tableaux, Op.33

Allegro non troppo
Allegro
Grave
Moderato
Non Allegro—Presto
Allegro con fuoco
Moderato
Grave